Timegate - Reise durch die Zeit
Kapitel
1 - Der Auftrag
-
Nacht, weit nach Mitternacht -
Mein
Blick weilte über der Stadt in der ich gerade erst mein neues Zuhause gefunden
hatte.
-
Domino City -
Ein lächeln
lag mir auf den Lippen. //Wär doch gelacht, wer sollte mich denn stoppen – er
auf jeden Fall nicht, das werde ich zu verhindern wissen// mit diesem Gedanken
ging ich vom Balkon in die Wohnung und direkt hindurch zu meinem Schlafzimmer.
Dort zog ich mich für meinen Coup um. Der Schwarze Anzug, der fast an einen
Neoprenanzug erinnerte, passte wie angegossen. Nun musste ich nur noch einmal
meine Ausrüstung checken und dann könnte es losgehen.
Mit dem
Rücksack auf dem Rücken ging ich aus der Wohnung, schloss sie ab und fuhr mit
dem Aufzug in die Tiefgarage. Unten angekommen sah ich schon eines meiner
Lieblingsobjekte, mein Motorrad. Ohne noch weitere Zeit zu verlieren fuhr ich
los, um meinen Auftrag zu erfüllen.
Mein
Ziel lag einige Kilometer von meiner Wohnung, wenn man dieses kleine Loch so
nennen konnte, entfernt. Um diese Zeit waren die Straßen wie leer gefegt und so
konnte ich die volle Leistung meiner Maschine abverlangen ohne Gefahr zu laufen
das es irgend jemanden auffallen würde. Selten fühlte ich mich so frei wie
gerade jetzt auf dem Motorrad, dem Fahrtwind um mich herum und sonst absolut
nichts außer dem Geräusch meines Gefährtes – ein schönes Gefühl. Nach
einer halben Stunde war ich am Zielpunkt – die Kaiba-Cooperation.
Ich
parkte mein Motorrad in einiger Entfernung das keiner Verdacht schöpfen würde
und schlich mich ans Gebäude heran. Eine letzte Uhrenkontrolle und Pulscheck.
Ich atmete noch einmal tief ein. //Es geht los wenn sie mich entdecken dauert es
nicht lange und er wird da sein – eine schöne Herausforderung// Das Gebäude
vor dem ich stand war riesig und schwerer bewacht als eine Bank, doch sich davon
abschrecken zu lassen lag mir fern.
//Ich
geh einfach durch den Vordereingang rein// gesagt, getan. Ich hatte eine Weile
gebraucht um die Schwachstellen im Sicherheitssystem zu finden aber nun kam ich
ohne große Probleme durch die Schranken des Eingangsbereich – ein
Glasschneider und ein paar an der richtigen Stelle platzierte Spiegel waren
alles was ich brauchte. //Drinnen// Die Wachen die um Foyer waren würden gleich
ihren Schichtwechsel vollziehen und das war die perfekte Gelegenheit unbemerkt
zu den Fahrstühlen und dem Treppenhaus zu gelangen. Ich sah auf die Uhr. //In
drei..., zwei..., eins..., jetzt...// Ich rannte los nachdem die Wachen sich für
einen Moment mit ihren Kollegen die sie ablösen sollten besprachen und kam
unbemerkt durch die weitgestreckte Halle.
Der Weg
durchs Treppenhaus war leicht, da die Kameras nur einen bestimmten Radius
aufnehmen konnten und ich, durch meine Ausbildung, mich geschickt daran vorbei
schlängeln konnte. //30 Stockwerke noch//. Als ich endlich oben war, war ich
doch völlig außer Atem. //Das schwerste kommt jetzt, der Zahlencode seines Büros//
Ich brauchte noch etwas Zeit um meinen Puls wieder in seinen normalen Rhythmus
zu bringen. Der kleine Computer, den ich im Rücksack verstaut hatte, würde mir
jetzt durch den Sicherheitscode seines Büros helfen. Er war schnell
angeschlossen und leistete gute Dienste. //Entweder sie haben mich wirklich noch
nicht entdeckt oder hier ist überall stiller Alarm, dumm das ich das nicht in
Erfahrung bringen konnte// misstrauisch sah ich mich um. Ein leises piepsen ertönte
und die Tür ging auf.
Da ich
später keine Zeit verlieren wollte packte ich den Computer gleich wieder ein.
Die Schutzmechanismen in Seto Kaibas Büro kannte ich in und auswendig, da ich
mich einige Monate zuvor bei ihm beworben hatte und den Arbeitsplatz als
Sicherheitsbeauftragte bekommen hatte, dank meines anderen Chefs, der meinen
Lebenslauf etwas aufgepeppt und mich auf die notwendigen Kurse geschickt hatte,
um mir das nötige Wissen anzueignen.
Das Büro
war durch den Mond erleuchtet der in dieser Nacht ganz besonders hell schien.
Ich ging zum Wandtresor, der hinter einem Bild von Seto und Mokuba verborgen war
und von dem ich eigentlich gar nichts wissen dürfte.
Ein
blinken erregte meine Aufmerksamkeit als ich noch einmal zum Schreibtisch
blickte. //Ok ich bin entdeckt worden dann habe ich noch ca. 10 Minuten Zeit,
bevor sie hier sein werden// mit diesem Gedanken im Hinterkopf machte ich mich
an den Code. Mit Hilfe eines Stetoskobs konnte ich den Tresor in relativ kurzer
Zeit knacken. Die Tür ging auf und da war es das Objekt das ich holen sollte -
Die Kugel der Zeit.
Ich
nahm sie vorsichtig heraus und legte sie in eine Vorrichtung, die ich ebenfalls
im Rucksack hatte. Mit aller Vorsicht bettete ich die Kugel ein. //Da sie noch
nicht da sind kann ich ruhig übers Dach fliehen// Bevor ich das Büro verließ
schloss ich den Tresor und dann die Tür des Büros. Als ich gerade um die Ecke
bog kam der Fahrstuhl oben an. //Das auch noch – ergo Planänderung// ich sah
nach oben. Mit einem beherzten Sprung hielt ich mich an der Deckenkonstruktion
fest und wartete bis Seto Kaiba und zwei seiner Bodygards hereinkamen und das Büro
betraten. „Es wurde nichts angerührt, merkwürdig,“ das war das einzige was
ich von Seto Kaiba hören konnte, bevor ich mich lautlos zu Boden fallen lies
und den Weg zum Treppenhaus nahm. Die Treppenhaustür schloss ich so leise wie möglich
aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er es gehört hatte. Ich rannte nun
die Treppe hinauf, ohne auf die Kameras zu achten.
Auf dem
Dach angelangt, sah ich den Hubschrauber der Kaiba Cooperation und zwei
Wachleute, die mich auch schon entdeckt hatten und mit ihren Waffen auf mich
zukamen. So schnell ich konnte lief ich zum Rand des Daches. „Bleib stehen und
gib mir was zu gestohlen hast,“ diese Stimme, so kühl, das konnte nur einer
sein Seto höchst persönlich stand nur einige Meter von mir entfernt. //Wie ist
der so schnell hierher gekommen// Ich drehte mich um, er erkannte mich
anscheinend nicht denn ich hatte mich nicht nur schwarz gekleidet sondern auch
mein mein Gesicht mit schwarzer Farbe eingeschmiert. „Glaubst du wirklich,
dass ich es dir zurückgebe?“, fragte ich mit einem lächeln. Er bekam ein
siegessicheres grinsen und sagte: „Du hast doch gar keine andere Wahl wir sind
im 35 Stock und hier geht es nur nach unten. Ich verspreche dir, dass ich dich
nicht allzu hart bestrafen werde, wenn du dich jetzt ergibst.“ „Das glaube
ich nicht“, mit diesen letzten Worten drehte ich mich um und sprang vom Dach.
In einem enormen Tempo fiel ich
nach unten. /Ich hätte gerne Setos Gesicht gesehen//
//So
jetzt ist die richtige Höhe erreicht// Ich zog die Reißleine und mein
Fallschirm öffnete sich. So schwebte ich genau in die Richtung, in der ich mein
Motorrad abgestellt hatte. Nach der Landung befreite ich mich vom Schirm und
fuhr so schnell ich konnte aus der Stadt heraus, wo unser Hauptquartier war.
Doch
ich wurde verfolgt. Von wem konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht feststellen, aber
mein Gefühl sagte mir, dass er es war, nur wie konnte er so schnell vom Dach in
die Tiefgarage gelangen und jetzt schon so knapp hinter mir sein? Fragen über
Fragen die ich mir stellte.
Ich
aktivierte mein Headset im Helm und gab per Funk meinen Teamkollegen bescheid,
dass sie mir helfen sollten. Im Laufe der Fahrt gesellten sich sieben Motorräder
so nach und nach zu mir und lenkten unseren Verfolger ab. Das Manöver war
erfolgreich ich konnte mich mit einem meiner Kollegen aus der Gruppe lösen. Wir
fuhren den etwas längeren Weg. Nachdem ich meinen Spezifikation an den Stützpunkt
geschickt hatte öffnete sich vor uns ein Gate im Boden. Wir fuhren langsam
hinunter in unsere Unterirdische Basis.
Kapitel 2 - Mission 1
- Außerhalb
von Domino, Hauptquartier Area 99 -
Dort angekommen parkte ich das Motorrad, stieg ab und machte mich unverzüglich auf den Weg zu meinem Chef um ihm die Ware zu bringen. Man möchte es sich kaum vorstellen aber die Hallen die hier unten errichtet wurden waren gigantisch. Ich kam in die große unterirdische Halle in der eine riesige Maschine aufgebaut worden war, die aus einem großen aufgestelltem Kreis, der an vier Trägerkonstruktionen hing und aus einer Rampe die direkt zu dem Kreis führte, bestand. //Warum haben sie es hier aufgestellt//
„Ayana
komm hierher,“ lautete der Befehl von einem Kommandeur und ich gehorchte
obwohl ich einen höheren Rang hatte als er. „Hier bin ich, ich habe die
Kugel“. Mir wurde ein Headset gegeben, ich setzte es auf, nahm anschließend
den Rucksack ab und nahm die Kugel vorsichtig heraus.
„Ayana
gut gemacht. Komm mit wir setzen sie gleich ein.“ „Halten Sie das für
sinnvoll wir wissen ja nicht was dann passiert.“ „Wollen Sie meine Befehle
missachten?“ „Nein natürlich nicht General Star.“ Mit der Kugel in der
Hand, die, die Größe eines Volleyballs hatte, folgte ich meinem Arbeitgeber zu
der Maschine. Wir gingen die Rampe hinauf und blieben vor einer Vertiefung in
die, die Kugel anscheinend gehörte stehen. „Leg sie vorsichtig hinein.“ Ich
tat wie mir befohlen. Zuerst passierte gar nichts und lautes seufzen ging durch
den Raum. Doch dann...
Die
Maschine fing an zu leuchten. Von gleißenden Licht wurde der Raum durchflutet.
Ich hob meine Hand vor mein Gesicht und schloss die Augen. Nach kurzer Zeit öffnete
ich sie wieder um zu sehen was geschehen war. Der Kreis, durch den man gerade
noch hindurchsehen konnte, war nun wie aus Wasser, der Durchmesser des Kreises
Betrug ungefähr 3 oder 4 Meter. //Wow// Mit Leichtigkeit hätte ich hindurch
gehen können, doch das war viel zu riskant, da wir noch nicht wussten wohin der
Weg führen oder was geschehen würde.
Ich
lief um die Maschine herum von jeder Seite war diese glitzernde Wand zu sehen.
//Das muss eine Art Kraftfeld sein// dachte ich als schon unsere
Wissenschaftlerin Sadira kam. „Sie haben sie schon in Gang gesetzt? Ohne mich
zu informieren, dass finde ich nicht gerade sehr nett, es hätte sonst was
passieren können“, meinte sie auf uns zukommend. „Ich gehe mich umziehen
und stelle dann meine Truppe zusammen um mit der Erforschung der Maschine
fortzufahren,“ sagte ich und ging zum Tor das zu den Privaträumen führte.
//Die Auseinandersetzung zwischen General Star und Sadira
brauch ich jetzt wirklich nicht// Die anderen schien es auch nicht zu stören
das ich ging denn sonst hätten sie mich sicher zurückgepfiffen.
In
meinem Raum angekommen befreite ich mich als erstes von dem engen Anzug und zog
mir eine Art Uniform an, die meinen Rang und meine Stellung hier verdeutlichte.
Gekrönt wurde mein Dress von einer Sonnenbrille, die verspiegelt war. Durch
mein Headset bekam ich die Nachricht, dass wir einen Gefangenen hatten. //Ich
hab gar keine Lust zu einem Verhör aber interessieren tuts mich schon wer
unsere Gastfreundschaft genießt// seufzend begab ich mich zu den Zellen in der
unser Gast untergebracht war. General Star war bereits dort und wartete nur auf
mein Eintreffen. Mir wurde die Türe geöffnet und ich trat ein.
Unser
Gefangener war kein geringerer als er Seto Kaiba. //Er ist mir also gefolgt//
Ich stellte mich neben meinen Chef und blieb vorerst ruhig und überlies ihm das
reden. Es lief sehr schleppend. //Unkooperativ und so dumm// das war alles was
mir zu der Situation in der ich gerade mit drin steckte dachte. Mir wurde
angedeutet das ich nun an der Reihe wäre.
„Warum
sind Sie hierher gekommen?“, schaltete ich mich ein. „Ich will meinen Besitz
wiederhaben“, ein böses funkeln in seinen Augen war deutlich zu erkennen und
diese kalte Wut in seiner Stimme. „So was sollen wir den haben, dass Ihnen gehört?“
„Die Kugel, die einer Ihrer Agenten aus meinem Büro gestohlen hat! Und ich
will wissen wie er dahin gekommen ist ohne das ich ihn bemerkt habe.“ Ich
musste unweigerlich grinsen, worauf er mir einen noch eisigeren Blick schenkte.
„Was gibt’s da zu lachen?“, forderte er mich geradezu heraus. Ich nahm die
Sonnenbrille ab. „DU!,“ schrie er mich hasserfüllt an. „Ja ich. Und ich
war es auch der die Kugel geholt hat. Wenn wir ehrlich sind hast du sie zuerst
uns gestohlen. Den Staatseigentum zu stehlen auch wenn es noch nicht
sichergestellt ist, ist ein Verbrechen Seto Kaiba,“ fauchte ich und stellte
klar wer hier was zu sagen hatte,“ und jetzt mach nicht so ein Theater. Ich
werde dir zwei Möglichkeiten anbieten wie es weitergehen kann. Erstens wir
lassen dich hier in dieser hübschen Zelle und du gehst gar nirgendwo hin auch
nicht in deine Firma oder nach Hause. Oder zweitens du trittst in mein Team ein,
erforschst alles was mit der Kugel zu tun hat und wirst unter meinem Kommando
arbeiten. Deine Firma kannst du dann von hier aus steuern. Was sagst du?“
„Niemals!“ „Gut dann bleibst du hier!“, ohne weitere Worte an ihn zu
verschwenden verlies ich und alle anderen die am Verhör beteiligt waren den
Raum und ließen ihn zusammen mit ein paar Wachen zurück. Ich widmete mich
wieder der Maschine und der Kugel – ein gar nicht so einfaches unterfangen
kann ich nur sagen.
Die
Nacht war schon sehr weit fortgeschritten so dass es draußen bereits hell
wurde. Die Recherchen gingen ganz gut voran. Jessy
und Jenny, die Zwillinge in meinem Team die spezialisiert waren auf alte
Sprachen hatten schon einen Teil der Schriftzeichen auf der Kugel entziffert. Ivi,
meine kleine Schwester beschäftigte sich mit der Frage woher diese
Maschine ihre Unmenge von Energie bezog – doch von der Lösung dieser Frage
war sie Meilenweit entfernt. Ich untersuchte zusammen mit Toby
den Kreis in dem sich das Kraftfeld gebildet hatte. Es hatte andere Symbole oder
Schriftzeichen als die Kugel aber irgendwie mussten sie zusammenhängen. „Weißt
du was das für Zeichen sind?“ „Ich kann einfach nichts finden,“ Kira
meine Cousine durchsuchte unser Archiv und das Internet nach ähnlichen
Zeichen doch fand nichts passendes. Unser Chef
General Star brachte uns nach einer Weile ein Buch, es sah ziemlich alt
und marode aus. „Das haben wir zusammen mit der Maschine gefunden, doch da wir
nicht wussten ob es wichtig ist um das Geheimnis wie man sie benützt zu lösen,
haben wir sie in den Safe gesteckt“. „Danke vielleicht hilft es weiter.“
Er ging wieder und überlies und unserer Aufgabe. Wir untersuchten alles noch
einmal und gingen dann gemeinsam heran die Sachen die in dem Buch standen zu übersetzen
und die Karten mit heutigen Karten zu vergleichen. Mühselig kann ich nur sagen.
„Ayana
schau mal her, irgendwas kann hier nicht stimmen, wenn ich das übersetze steht
hier, dass es eine Art Zeitmaschine ist mit der man nicht nur in der Zeit umher
springen sondern auch in Paralleluniversen gelangen kann“. „Warum sollte das
nicht möglich sein? Wir haben doch schon einiges merkwürdiges erlebt oder
nicht? Ich schlage vor wir machen später weiter. Geht jetzt ins Bett und ruht
euch aus!“
Sehr müde
war ich, doch ich stattete Seto einen letzten Besuch ab. Er war noch wach und
setzte sich auf als ich hereinkam. „Was willst du schon wieder?“, fauchte
er. „Hast du deine entgültige Entscheidung getroffen?“ Er schnaubte mich
kurz an und meinte dann kleinlaut: „Ich werde euch helfen“. „Gut dann hol
ich dich später ab und werde dir dann unseren Forschungsstand in Bezug auf die
Kugel mitteilen. Schlaf gut bis später“. //Von der Maschine brauchst du noch
nichts erfahren// Zu meinem Zimmer laufend dachte ich noch einmal über alles
nach was mir heute geschehen war. Ich hatte erreicht was ich wollte wir
brauchten Seto auch wenn ich das erst im nachhinein so sehe. Er war und ist ein
technisches Genie. Nun konnte ich beruhigt ins Bett gehen.
Ich
wurde nach ein paar Stunden wieder geweckt, es war bereits 9 Uhr morgens und
meine Crew hatte sich schon wieder an die Arbeit gemacht – alle bis auf Seto,
den ich persönlich den anderen vorstellen wollte. Ich holte ihn aus der Zelle
und seine schlechte Laune war unübersehbar. //Er ist also immer so//
„Schlecht geschlafen?“ „hm“ //Ziemlich einsilbig der Gute aber was solls
beim Arbeiten braucht er ja nicht zu reden// So gingen wir durch die Gänge und
erreichten einen Raum mit einem großen Tisch an dem sich bereits alle anderen
gruppiert hatten.
Eine
Tasse mit heißem Kakao stand an meinem Platz, die anderen waren meistens sehr
aufmerksam. Lächelnd begrüßte ich alle und stellte Seto kurz vor. Wir waren
diesmal nicht in der großen Halle, wo die Maschine stand sondern im
Sitzungssaal und die Kugel lag in einer Schale auf dem Tisch. Seto schien das
alles mit Argwohn zu betrachten. „Dann lasst uns doch mal sehen was die Texte
in dem Buch und die auf der Kugel zu bedeuten haben“. „Wir haben schon einen
Teil verglichen und es deutet alles darauf hin, dass die Karten und die
Schriftzeichen in dem Buch, mit denen, der Kugel übereinstimmen und Koordinaten
sind“, berichtete Sadira sachlich. „Wir haben es auch schon General Star
gemeldet und er wird sich in einer Stunde mit uns treffen um das weitere
Vorgehen zu besprechen“, ergänzte Jessy. //Dann gibt’s für mich jetzt also
nichts zu tun, sehr schön//
Bei der
Besprechung mit unserem Vorgesetzten wurde beschlossen, dass wir eine der
Koordinaten mit einem Aufklärungstrupp erforschen sollten. Ich entschied, das
Seto uns begleiten sollte, genau wie die anderen die mitgeholfen haben die
Entschlüsselung durchzuführen. So wurde alles hergerichtet. Von der
Notfallration bis hin zu den Waffen die wir mitnehmen sollten. Irgendetwas
bereitete mir noch Kopfschmerzen aber ich wusste einfach nicht was es war.
So
standen wir alle mit voller Ausrüstung vor der Halle. Das Tor zur Maschine
wurde geöffnet und ich bekam die Kugel überreicht. „Was ist dass denn für
eine Maschine?“, hörte ich Seto ungläubig sagen. „Sie wird uns in eine
andere Zeit bringen,“ erklärte ich knapp.
Ich
ging vor und legte die Kugel in die vorgesehene Stelle. Das Kraftfeld erschien
und alle waren bereit hindurchzugehen – alle außer Seto der das für eine
Falle hielt. „Geh durch, das ist ein Befehl!“, in etwas lauterem Ton ging
meine Aufforderung an den zögernden, der sich widerwillig in Bewegung setzte
– aber auch nur weil ich bewaffnet war und er nicht. //Wenn ich es nicht
besser wüsste dann glaube ich, dass er mir das zurückzahlen wird wenn er die
Gelegenheit erhält// Ich bildete das Schlusslicht unserer Einheit. Ich ging
hindurch. Es fühlte sich kalt und gleichzeitig warm, vertraut und doch fremd an
– einfach unbeschreiblich.
Auf der
anderen Seite angekommen waren wir in einem Park. „Bleibt zusammen“, sagte
ich leise und ging in Deckung. Ich hatte keine Ahnung wo wir waren. Hier war es
Nacht und die Kirchenuhr läutete gerade. Kein einziger Mensch war zu sehen.
Polizeisirenen
durchdrangen die Stille. Es sah rein äußerlich aus wie in Domino City –
zumindest auf den ersten Blick, aber mir war klar, dass das nicht sein konnte.
Wir
sahen uns um. „Ist euch eigentlich aufgefallen das der Durchgang in unsere
Welt weg ist“, stellte Kira nüchtern fest. „Dann müssen wir ein Portal
finden durch das wir wieder zurück kommen“, meinte Toby. „Unsere Aufgabe
ist es diese Welt zu erforschen über das zurückkommen denken wir später
nach“, sagte ich bevor ich mich aus unserer Deckung in Richtung Parkausgang
aufmachte. Die anderen folgten mir vorsichtig. Mein Kommunikator arbeitete noch
einwandfrei und so hatte ich zu General Star eine gute Verbindung von der die
anderen aber nichts wussten. Er konnte alles was geschah hören und Anweisungen
geben die ich als seine oberste Offizierin zu befolgen hatte.
Die
anderen folgten mir zur Straße. „Wir müssen eine Art Basislager
errichten“, ordnete ich an. Wir mussten aber erst einen sicheren Platz finden.
Im Schutz der Dunkelheit liefen wir durch die Straßen und kamen dann zu einem
Strand. „Bei den Klippen da könnten wir unser Lager aufschlagen“, schlug
Toby vor. Das taten wir auch. Ich wandte mich an Seto: „Du hast doch das ganze
Duell Master Zeug erfunden wenn ich mich nicht irre. Glaubst du du schaffst es
uns hier ins Internet zu bringen?“ Ihn schien es sehr zu belustigen das ich so
etwas von ihm wollte. „Natürlich schaffe ich das!“ „Gut dann mach. In
deinem Rücksack ist ein Notebook und einige Kleinigkeiten die du vielleicht
brauchen wirst.“ Mit Befehlen schien er nicht gut umgehen zu können denn er
musste mit sich kämpfen mir nicht irgendwas an den Kopf zu werfen. Für mich
hatte sich dieses Thema damit erledigt also auf zum nächsten.
Der
Mond schien auch hier sehr hell. Ich schaute mir die Sterne an und überlegte
wie wir weiter vorgehen könnten. Da sah ich auf einmal etwas fliegen, es war zu
groß um ein Vogel zu sein und als es näher kam, war deutlich zu erkennen, dass
es sich um einen Menschen handelte. Er hatte schwarze Flügel und lila Haare,
und flog ohne uns zu bemerken an uns vorbei. Ich sah im noch ungläubig nach.
//Interessant//
Und
nicht viel später kam noch einmal eine fliegende Gestalt, diesmal mit weißen
Flügeln und blonden Haaren. Er schien uns sehr wohl zu bemerken, denn er
landete nicht weit von uns entfernt. Vorsichtig näherten ich und Toby uns dem
Fremden. Die Waffen hatten wir griffbereit. „Wer bist du?“ Ein hämisches
grinsen lag auf seinem Gesicht. „Wer ich bin, wer seid denn ihr ich habe euch
noch nie hier gesehen und was macht ihr hier bei der Klippe?“ Ich war mir
nicht ganz sicher ob ich mich so einfach ausweisen sollte. Also schwieg ich. Das
grinsen verschwand. „Sagt mir wo Dark hingeflogen ist?“ „Wer ist denn Dark?“,
fragte Toby, der genauso wenig Ahnung hatte wie ich. „Er hat schwarze
Schwingen und muss hier vorbei gekommen sein.“ //Ah... der von vorhin heißt
also Dark// „Wieso sollten wir dir das sagen?“ „Ihr wisst es also!“
„Und wenn schon.“ Die Wut stieg in ihm hoch. „Ich bin Krad und jage Dark.“
„Es geht doch, Dark ist gerade hier vorbeigeflogen.“ „Wohin wollte er?“
„Keine Ahnung er hat sich uns nicht vorgestellt“. Krad schnaubte und flog
dann wieder weg. //Komischer Kautz aber interessant als Forschungsobjekt// Wir
gingen wieder zu den anderen die die Szene beobachtet hatten. Während sich Toby
den Fragen der anderen stellte baute ich mein Notebook auf und öffnete ein paar
Daten und erstellte eine neue Tabelle die sich nur um diese Welt drehen sollte.
Die klimatischen Daten waren schnell eingegeben und die geologischen ebenfalls
nur zeitlich konnte ich diese Welt noch nicht ganz einordnen da es hier
teilweise wie in Domino war aber andererseits auch ganz anders. Technisch war es
hier nicht so ausgereift.
Die
anderen hatten sich bereits schlafen gelegt und Seto und Kira als Wachen
auserkoren als auch ich mich entschloss ins Bett zu gehen. Nach einer wenig
geruhsamen Nacht erwachte ich bei Dämmerung. „Guten Morgen, wir haben fast
alle Daten die wir brauchen“, das war das erste was ich meinem Team mitteilte.
„Schon? Ich dachte wir sollen die Welten zu denen wir geschickt werden genau
erforschen?“ „Kira sag mir was willst du hier denn erforschen? Vielleicht
wer die beiden waren die wir gestern gesehen haben?“ „Ja wäre doch cool
vielleicht würden wir einige wichtige Sachen herausbekommen?“ „Wie wäre
es, wenn wir erst einmal was zu Essen besorgen?“, sagte ein verschlafener
Toby. Ich seufzte. //Er denkt immer nur ans Essen// „Dann lasst uns unser Zeug
hier lassen und in die Stadt gehen“. So beeilten sich alle ihre Sachen in der
Höhle in der wir geschlafen hatten zu verstecken.
Auf den
Weg durch die Stadt erfuhren wir, dass wir in Azuma waren einem Stadtteil von
Tokio und das dieser Dark ein Dieb war der vor kurzem wieder aufgetaucht war
nach dem er seit 40 Jahren nicht in Erscheinung getreten war, das entfachte bei
mir ein noch größeres Interesse an den beiden Gestalten. Ich wollte mehr über
die ganze Sache wissen und vor allem warum dieser Krad
Dark jagte.
Durch
Zufall erfuhren wir dass Dark eine Ankündigung für seinen nächsten Raubzug
gesandt hatte. Interessanterweise stahl er nur Werke die von der Künstlerfamilie
Hikari gemalt worden waren. In der
Bibliothek, gab es einige Bände die sich mit den Kunstwerken dieser Familie
sowie der Kulturrevolution beschäftigten. So konnten wir alle künftigen Diebstähle
und deren Orte vorhersagen. Wir holten uns einen Grundriss des Museums in dass
Dark in der kommenden Nacht einbrechen wollte und verschafften uns einen Überblick
über die Lüftungsschächte und die Ein- und Ausgänge. „So ich denke wir
kommen am Besten hier herein, durch den Abwasserkanal. Er will um 20 Uhr kommen
also müssen wir mindestens 2 Stunden vorher da sein um die Polizei nicht auf
uns aufmerksam zu machen. Die genaue Lage des Bildes ist hier, im großen Saal
der zu den anderen Hallen mit 3 Durchgängen verbunden ist.“ So sah der Plan
aus – wir schleichen uns rein, schauen was passiert und greifen gegebenenfalls
ein.
Wir
gingen zurück zu unserem Stützpunkt und bereiteten unsere Ausrüstung auf den
kommenden Tag vor. „Unser Ziel ist es die Beziehung zwischen Dark und Krad zu
finden, was die beiden sind. Mögliche Zusammenhänge der beiden mit der
Maschine und der Kugel der Zeit zu erfahren. Außerdem müssen wir
herausbekommen wer die Maschine gebaut hat und aus welchem Grund die einzelnen
Teile so weit voneinander getrennt versteckt wurden“. //Was Seto wohl
ausheckt, er ist viel zu still// „Seto konntest du auch etwas
herausbekommen?“ „Nein! Diese primitive Stadt hat nicht mal funktionierendes
Internet – was für eine Verschwendung meiner Zeit.“ „Jetzt mach mal
halblang...“ „Eins schwöre ich dir Ayana wenn es Mokuba nicht gut geht oder
irgendwas mit meiner Firma passiert dann Gnade dir Gott ich werde es nicht
tun!“ schrie er. //Den hab ich ja ganz vergessen// Ich entfernte mich von den
anderen so dass sie mich nicht hören konnten. „General Star würden sie etwas
für mich erledigen dass ich völlig vergessen habe?“ Nach kurzem warten
antwortete er mir und wollte wissen was er tun sollte. „Den jüngeren Kaiba
sollten wir in das vorgesehene Zimmer einquartieren doch leider vergaß ich ihn
abzuholen. Sein Name ist Mokuba, er ist 14 Jahre alt und er hat schwarze
Haare.“ „Wir werden uns um ihn kümmern!“ „Danke.“ beruhigt ging ich
zurück.
Die
Kamera war vorbereitet, wir sollten alles dokumentieren. In die Kanalisation
stiegen wir nicht unweit unseres Versteckes ein und gingen ungesehen zum Museum,
kletterten den Schacht nach oben und gelangten in die unterste Ebene des Gebäudes.
Keine Wachen waren hier aufgestellt was mich sehr überraschte. Die Wärmebildkamera
zeigte nur eine Person im oberen Stockwerk an. Es war trotz des fehlenden
Wachpersonals höchste Vorsicht geboten. Bewaffnet folgten wir dem Weg zur
Ausstellungshalle. Hinter ein paar Säulen nahmen wir unser Versteck ein und
beobachteten was sich gerade ereignete.
Ich
konnte Dark erkennen. Eine zweite Person war gekommen. Ein Junge mit silbernen
Haaren betrat durch die gegenüberliegende Tür den Raum. Er verwandelte sich
auf einmal, ich konnte es kaum glauben wie war das möglich das ein Mensch sich
in einen anderes Wesen verwandeln kann. All meine Gedanken drängte ich beiseite
als ich erkannte zu wem er geworden war, Krad. //Er wäre ein gutes
Forschungsobjekt ob Dark auch noch jemand anderes ist? Das muss ich unbedingt
herausfinden//
Ich gab
den anderen ein Zeichen und wir gingen mit erhobenen Waffen auf die beiden zu.
„Hände hoch!“ erst als ich das sagte schienen die beiden uns zu bemerken.
Dark lächelte frech. „Hey warum richtest du denn die Waffe auf mich meine schöne?“
Er meinte mich weil ich ihm am nächsten stand. „Ich bin nicht deine schöne
klar und ich werde dich jetzt gefangen nehmen!“ „Aber nicht doch,“ grinste
er. Die anderen wussten was zu tun war. In Windeseile überrumpelten sie Krad
und nahmen ihn gefangen. Er hatte nicht damit gerechnet, das sich drei Personen
gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen auf ihn stürzen würden. Dark der es
mit Freude sah wie wir Krad verschnürten meinte: „Warum tut ihr mir den
Gefallen und nehmt Krad gefangen?“ „Ich glaube du siehst da was falsch.“
Mit Dark hatten wir schon mehr Probleme. Er stieg in die Luft auf und wollte
wegfliegen, doch er hatte nicht damit gerechnet das wir auf so etwas vorbereitet
waren. Wir hatten die Waffe mit der man Netze auf seine Gegner abfeuern kann
dabei und nun kam genau diese zum Einsatz. Er fiel zu Boden. Jenny legte im mit
Leichtigkeit in Handschelle, den sie kannte sich gut mit Kampfsport aus und
konnte alle seine Attacken abwehren. Damit sie nicht wegfliegen konnten banden
wir die Flügel zusammen, doch Darks Flügel entpuppten sich als ein eigenes
Lebewesen das sich in ein kleines Tier verwandelte. //Wir haben Sie// General
Star gab mir den Befehl sie ins Hauptquartier zu bringen.
Wir
brachten alle nach unten und entkamen wie wir gekommen waren, ungesehen. „Wir
nehmen euch mit aber jetzt müssen wir uns ernsthaft Gedanken über einen
Durchgang in unsere Welt machen.“ Sadira
bemerkte: „Ich
glaube ich habe da schon einen Weg gefunden wir müssen an den Ort zurück, an
dem wir hier gelandet sind und zwar zur gleichen Zeit. Wie ich aus dem Buch
erfahren habe war da von Zeitstürmen die Rede, die, die Portale in die
Ausgangswelt darstellen und durch die man wieder zurückkommt.“ „Dann
sollten wir uns beeilen wir haben noch 3 Stunden Zeit.“ Am Strand angekommen
verließen wir die Kanalisation mit unseren zwei Gefangenen die sich kräftig
wehrten. Vier unserer Gruppe mussten die Bewachung übernehmen.
Der
Rest von uns packte unser Gepäck ein. Als dies geschehen war machten uns zum
Park auf. Auch dieses Mal wollten wir nicht auffallen was durch Dark und Krad
nicht leicht viel.
- Im
Park angekommen -
„Sadira
wie lokalisieren wir diese Zeitstürme?“ „Da bin ich mir noch nicht sicher.
Vielleicht hilft uns das weiter“, sie zog ein Kästchen aus ihrer Tasche.
„Woher hast du das und was ist es?“ „Ich habe es von den Sachen die
zusammen mit der Maschine gefunden wurden. Genau weiß ich nicht was es ist aber
ich denke es wurde dazu verwendet um wieder in die Gegenwart zu kommen.“
„Dann ist es unsere einzige Möglichkeit zurückzukehren.“ „Ich fürchte
ja.“ //Na toll so viel Hoffnung vermittelt mir diese Aussicht nicht gerade//
Die Stelle an der wir angekommen waren war schnell gefunden. „Mach das Kästchen
mal auf.“ Nach dem öffnen lag eine Art Schmuck vor mir, ich hob ihn heraus
und zog ihn über die Hand. Er läutete sofort hell auf und die Zeitstürme
waren für mich deutlich zu erkennen. Ich richtete meine Hand auf einen und das
Portal öffnete sich. „Schnell geht durch.“ Unsere Gefangen brachten wir
zuerst hindurch und dann verließen wir diesen fremden Ort. Wir waren wieder zu
Hause.
Kapitel
3 - Erforschung der Gefangenen, erste Ergebnisse und ein verwirrendes Gespräch
Als ich durch das Gate kam,
sah ich, dass unsere
Gefangenen über Aufsicht in die
für sie vorgesehenen Zellen geführt wurden. Mein Team wurde für heute aus dem
Dienst entlassen und alle gingen in ihre Quartiere. General Star wollte mich
noch in seinem Büro sprechen. „Ayana gut gemacht, aber was sollen wir mit
diesen zwei andersartigen Lebensarten hier anfangen?,“ er sah mich äußerst
skeptisch an. „Erforschen, die sind normale Menschen doch durch irgendetwas können
sie sich verwandeln und ich würde gern wissen was der Auslöser ist und warum
sich die beiden bekriegen.“ „Nun gut ich werde ein weiteres Team
zusammenstellen die sich mit der Erforschung befassen werden.“ „Was, ich
dachte das macht mein Team.“ „Nein, dein Team wird auf Außenmissionen
gehen.“ „Aber...“ „Das ist ein Befehl!“ „Ja, Sir.“ „Ich erwarte
ihren Bericht im Laufe des morgigen Tages. Wegtreten!“ Ich salutierte und
ging. //So hab ich mir das nicht vorgestellt// Wütend lief ich zu meiner
Unterkunft, knallte die Tür zu und warf mich als erstes aufs Bett. Nach kurzem
verschnaufen holte ich meinen Laptop aus einer Tasche und legte in ebenfalls
aufs Bett.
Ich
fing an den Bericht zu schreiben, doch bereits der Anfang des Berichts stellte
mich vor Fragen die ich nicht allein beantworten konnte. //Das muss ich mit Seto
klären – also los// Mit dem Notebook auf dem Arm suchte ich Setos Unterkunft
auf. Ich klopfte. Das einzige was zu hören war, war ein murren und dann ging
auf einmal die Tür auf. Ein müde dreinblickender Seto stand vor mir. „Was
willst du jetzt noch?“ „Ich muss den Missionsbericht schreiben und da sind
einige Unklarheiten die ich mit dir zu klären habe.“ Er rollte mit den Augen,
ließ mich aber doch rein. „Nett,“ das war das einzige was man zu seinem
Quartier sagen konnte, er hatte es irgendwie organisiert das er innerhalb kürzester
Zeit wohnlich aussah. „Fangen wir an ich will keine Zeit verlieren.“ „Ok,
wie konntest du mir so schnell folgen – zuerst warst du auf dem Dach und dann
gleich hinter mir mit dem Motorrad.“ Er grinste auf einmal. //Beängstigend//
„Ich bin dir nicht auf dem Motorrad gefolgt, dass war einer meiner
Mitarbeiter, der unten gewartet hatte. Ihn konntest du ja abschütteln aber mich
nicht.“ „Wie bist du mir dann gefolgt und wie hast du es geschafft hier rein
zu kommen?“ Ich bin mit meinem Hubschrauber dir hinterher geflogen und durch
mein Ortungssystem war es für mich ein leichtes dich zu lokalisieren. Wir
landeten an der Stelle an der du verschwunden warst und ich stieg aus. Ich hatte
ja nicht erwartet, dass alles streng bewacht sein würde und lief etwas herum,
um einen Zugang zu finden. Es tauchten einige Wachen auf, nahmen mich gefangen
und brachten mich in die Zelle.“ „Diese Informationen dürften vorerst
reichen – ach ja ich hatte den Auftrag gegeben Mokuba hierher zu holen. Muss
aber klären ob es schon ausgeführt wurde.“ Er sah mich nun wütend an.
„Wenn Mokuba auch nur ein Härchen gekrümmt wurde
dann...“ „Reg dich ab, ihm wird es schon gut gehen.“ Ich verließ Seto.
Als ich
wieder in mein Zimmer kam lagen einige Akten auf meinem Schreibtisch. //Wo
kommen die jetzt her// Das Notebook stellte ich auf den Tisch und nahm die
Akten. //Informationen über Seto und Mokuba – hmmm// In den Akten stand in
welchem Raum Mokuba untergebracht worden war. Ich entschloss mich erst nach
Mokuba zu sehen bevor ich mich dem Missionsbericht widmen wollte. So wanderte
ich durch die unzähligen Gänge des unterirdischen Komplexes. //Wenn ich mich
hier nicht auskennen würde, müsste ich Angst haben, mich hier zu verlaufen//
„Da ist es ja.“ Ein Wachmann stand vor der Tür. „Darf ich rein.“ „Ja
aber passen sie auf, der kleine hat es uns nicht leicht gemacht ihn hierher zu
bringen.“ Ich nickte und die Tür wurde mir geöffnet. Mokuba lag auf dem
Bett, des kindgerecht eingerichteten Zimmers. Er drehte sich und rieb seine
Augen. „Seto bist du das?“ „Nein, ich bin Ayana. Seto geht es gut er ist
ein Stockwerk tiefer. Morgen kannst du ihn besuchen gehen.“ Er setzte sich
auf. „Warum bin ich hier und was macht Seto hier?“ „Wir haben dich zu
deiner eigenen Sicherheit hierher gebracht. Seto gehört seit gestern zu meinem
Expeditionsteam und wird nicht mehr sehr oft zu Hause sein.“ „Und die
Kaiba-Cooperation?“ „Die kann er von hier aus führen.“ „Ich will ihn
jetzt sehen.“ „Das ist möglich.“ Beleidigt verschränkte er die Arme vor
seiner Brust. //Genauso stur wie sein Bruder// „Ich wollte nur sehen ob es dir
gut geht und das tut es. Schlaf jetzt morgen wirst du alles zu sehen bekommen,
denn das hier ist für unbestimmte Zeit dein neues Zuhause.“ Er saß immer
noch erbost da. „Falls du etwas brauchst sag es den Wachen. Gute Nacht.“ Ich
ließ ihn schmollend zurück und gab dem Wachen die Anweisung ihm alles zu
bringen was er brauchte. Ich war mittlerweile total genervt und wollte nur noch
ins Bett. //Den Bericht schreib ich noch und dann ist für heut Schluss//
Irgendwie kam mir der Rückweg länger vor.
//Als
los// Der Bericht war schnell geschrieben. Ob die Informationen die wir
gesammelt hatten uns in Bezug auf das Timegate weiterbringen würden, war mir zu
diesem Zeitpunkt nicht klar. Die Müdigkeit übermannte mich und ich legte mich
schlafen, nachdem ich alles abgespeichert und ausgeschalten hatte.
Ich
wachte um 5 Uhr wieder auf. Mein erster Weg an diesem Morgen führte mich in die
Kaffeetertia, die um diese Zeit noch leer war. So konnte ich in aller Ruhe mein
Frühstück genießen. Nachdem ich es beendet hatte, sah ich nach den
Gefangenen. Die beiden hatten sich in ihre ursprünglichen Gestalten zurückverwandelt.
„Warum habt ihr uns hier eingesperrt?“, fragte ein kleiner rothaariger
Junge, von dem ich annahm gestern Dark gewesen zu sein. „Dark, wir haben euch
zu Forschungszwecken mitgenommen. Wie lang ihr hier bleiben werdet kann ich euch
nicht sagen.“ „Ich heiße nicht Dark sondern Daisuke,“ meinte er ruhig.
„Hallo Daisuke, habt ihr schon etwas zu essen bekommen?“ „Nein.“ „Dann
werde ich das veranlassen, ich muss weiter.“ So ging ich. Ich zerbrach mir den
Kopf woran es liegen könnte das die beiden sich verwandelten, obwohl das ja
nicht mehr zu meinen Aufgaben gehörte. Ich war ganz in Gedanken als der Alarm
anging. //Was ist denn jetzt wieder los// Ich rannte zum Kontrollraum.
„Was
ist passiert?“ „Irgendjemand versucht in unser System einzudringen und
unsere Waffen abzuschalten!“ „Hacker?“ „Nein, wohl eher eine der
Terrororganisationen die schon öfter versucht haben uns zu behindern.“ „Ich
hole Seto Kaiba.“ „Wozu soll das gut sein?“ „Er ist führend in der
Entwicklung von neuen Computersystemen und kann jeden Zugriff auf ein System
verhindern. Vielleicht kann er unsere Systeme mal aufrüsten.“ „Nach schön
hol ihn.“ Ich musste einige Zeit nach ihm suchen, denn er befand sich nicht in
seinem Zimmer sondern stattete Mokuba grade einen Besuch ab.
„Seto,
gut das du hier bist,“ meinte ich als ich den Raum betrat, „wir haben ein
Problem, jemand versucht unser Programm zu knacken und du bist doch Spezialist
auf dem Gebiet.“ „Muss das jetzt sein? Ich wollte mit meinem Bruder
reden.“ „ja es muss jetzt sein!“ Er schnaubte, stand auf und lief mich
keines Blickes würdigend an mir vorbei. „Mokuba komm mit.“ Der kleine Kaiba
stand auf und lief neben mir her. „Möchtest du irgendwas wissen?“ „Was
macht ihr hier?“ „Ähm...“ //eigentlich sollte ich es ihm nicht sagen aber
was solls// „Wir reisen durch die Zeit und erforschen andere Welten.“
„Cool, darf ich da auch mit?“ „Wenn du älter bist dann wird ich auf dich
zurückkommen.“ „Schade.“ Er lief begeistert durch die Gänge bis wir am
Kontrollraum ankamen. Seto hatte sich an den Computer gesetzt und schien alles
im Griff zu haben. „Wenn alles gut läuft werdet ihr bald wieder nach Hause können
um dort zu arbeiten.“ „Wie das?“ „Urlaub!“ Mokuba begann zu strahlen.
„Kommst du mich mal besuchen?“ „Ich?,“ das wunderte mich doch sehr.
„Ja, du.“ „Wenn du das möchtest gern.“
General
Star trat an uns heran. „Ayana morgen findet die nächste Mission statt.“
„Ist gut.“ Mir gefiel es gar nicht das ich von der Erforschung unserer
Gefangenen abgezogen worden war.
Am
Rande bekam ich mit das sich die beiden nicht mehr verwandelten. Das andere Team
hatte keinen Ansatz für eine Lösung des Problems. So wurde ich doch
hinzugezogen. Ich führte eine Unterhaltung mit Daisuke. „Verrätst du mir aus
welchem Grund du dich verwandelst?“ Keine Antwort. //So hat das keinen Sinn.
Alle Dinge die sie bei den beiden gefunden hatten lagen auf einem Tisch, außerhalb
der Zelle. Ich entdeckte zwei Bilder. //Zwillinge – ob die damit was zu tun
haben?// Mit den Bildern suchte ich Daisuke erneut auf. „Sag mir was dir dazu
einfällt.“ Ich zeigte ihm das Bild auf dem die eine mit den längeren Haaren
abgebildet war. „Risa,“ murmelte er. //Nichts// „Und zu dem was fällt dir
da ein?“ Jetzt bekam er das Bild auf dem das Mädchen mit den kürzen Haaren
abgebildet war zu sehen. „Riku!“ Ich konnte es nicht glauben, er reagierte
darauf und wurde zu Dark. //Ah was passiert wohl wenn ich...// Ich hielt ihm das
Bild mit Risa vor. Und kurz darauf war Daisuke wieder da. //Rätsel wie er sich
verwandelt gelöst aber noch nicht warum er sich bei dem Mädchen verwandelt//
Ich verließ die Zelle und teilte mein Ergebnis den anderen mit, die verblüfft
waren, wie ich darauf gekommen war.
//Anfänger//
Den Rest des Tages bereiteten wir unsere nächste Reise vor. „Hast du eine
Ahnung wo wir als nächstes hinreisen werden?“ Jessy antwortete mir: „Ja,
ich glaube wir werden als nächstes ins alte Ägypten reisen.“ „Wirklich,
ich wollte schon immer da hin.“ „Ich habe auch herausgefunden das die Ägypter
das Timegate erschaffen haben. Wie weiß ich nicht. Aber sie haben Duelle im großen
Stil geführt zu haben, mit richtigen Monstern und nicht nur Hologrammen.“
„Du bist nicht rein zufällig ein Duel Monster Fan?“ „Doch.“ „Man
merkts.“
„Ich
habe gehört wir reisen nach Ägypten.“ Durch diese Aussage machte sich Seto
bemerkbar. „Das ist richtig.“ Er setzte sich. „Das mit den Duellen weißt
du sicher auch schon?“ „Ja!“ war seine knappe Antwort. „Vielleicht
lernst du noch was dazu,“ stichelte ich. „Ich glaube kaum das die besser
duellieren konnten als wir heute.“ „Werden wir sehn.“ Unser Wortgezanke
ging noch eine weile weiter, bis General Star kam. „Schluss jetzt!“ „Ja,
Sir.“ Alle Anwesenden die zum Militär gehörten salutierten nur Seto nicht.
Ich funkelte ihn an und er mich. Die Spannung war unübersehbar. //Wenn er sich
nicht bald zu unterordnen lernt wird er große Probleme bekommen//
„Ihre
Mission ist klar. Finden sie heraus wie sie das Timegate gemacht haben und
suchen sie nach neuer Technologie die wir einsetzen können. Und machen sie sich
keine Feinde!“ „Ja Sir.“ „Für heute haben sie frei. Ruhen sie sich aus
damit sie morgen früh fit sind. Abtreten!“ Wir gingen.
Zur
Entspannung widmete ich mich der Erforschung Darks und Krads. Ich beobachtete
ihr verhalten. Daisuke war unruhig und aufgeregt. Der Junge der zu Krad wurde,
Hiwatari, saß ruhig auf seinem Bett und starrte die Wand an. Einem der
Mitarbeiter des Erforschungsteams trug ich auf sich ein bisschen mit beiden zu
unterhalten und etwas über ihre Vergangenheit herauszufinden. //Irgendwo da
liegt sicher die Antwort weshalb sie sich bekriegen//
Als
ich auf dem Weg zum General war kam Seto auf mich zu. „Ayana, ich brauche
Computerequipment.“ „Schreib auf was du brauchst, ich werde dafür sorgen
das du alles bekommst.“ So ließ ich ihn stehen und lief weiter zum General.
Toby war in seinem Büro als ich dort ankam. „Sir.“ „Ah, Ayana. Komm rein.
Ich habe hier die Instruktionen für den morgigen Einsatz mach dich damit
vertraut.“ Ich nickte, nahm die Mappe mit allen Informationen, sah kurz hinein
und ging wieder. Mokuba hüpfte auf einmal an mir vorbei. „Mokuba nicht rennen
ok.“ „Ist gut Ayana. Sag mal magst du meinen Bruder?“ Ich blieb abrupt
stehen. „Wie bitte?“ //Hab ich mich grad verhört?// „Ich hab dich gefragt
ob du meinen Bruder magst?“ „Keine Ahnung ich hab mir darüber noch keine
Gedanken gemacht. Warum willst du das denn wissen?“ „Naja, weil....“ „Mokuba
da bist du ja,“ sagte eine Stimme hinter mir. Es war Seto. Ich drehte mich um
und sah ihn an. //Warum will der kleine das wohl wissen ob Seto irgendwas über
mich gesagt hat?// Seto bemerkte meinen Blick. „Warum siehst du mich so an?“
„Ach nur so.“ Er grinste. Augenrollend drehte ich mich wieder um und
versuchte Abstand von ihm zu gewinnen. „Bis dann.“ Und weg war ich. Doch zu
meinem bedauern lief mir jemand nach. Ja genau es waren Mokuba und Seto. Ich
schnaubte. „Warum lauft ihr mir nach?“ „Tun wir doch gar nicht.“ „Ok.“
Ich glaubte den beiden kein Wort. Ich ging durch den ganzen Komplex und sie
folgten mir. //Ich wusste es// „Mokuba könntest du uns kurz allein lassen?“
fragte ich. Er verschwand. „Seto was ist los?“ „Was soll los sein?“
„Warum fragt mich dein Bruder ob ich dich mag und warum läufst du mir
nach?“ Er grinste schon wieder so überlegen. „Was hast du ihm den
geantwortet?“ „Du weichst meiner Frage aus.“ „Du auch meiner.“ „Ich
hab zuerst gefragt?“ „Na und.“ „Sag schon warum.“ „Ich will zuerst
wissen wie du zu mir stehst. Immerhin hast du als ich dich eingestellt hab mit
mir geflirtet.“ „Ich könnte jetzt gemein sein und sagen, dass das nur mit
dem Job zu tun hatte aber dann müsste ich ja lügen. Ich gebe zu, dass ich dich
attraktiv finde. Aber ich hab für eine Beziehung und so keine Zeit.“ //Warum
hab ich ihm das gerade erzählt?// „Gut zu wissen.“ Das war alles was ich
von ihm zu hören bekam bevor er verschwand. //Was war denn das gerade?//
Irritiert machte ich mich auf den Weg in mein Quartier. Der Rest des Tages war
eher langweilig.
Kapitel 4 - Der fehlgeschlagene Einsatz und der neue Verbündete
Der
nächste Einsatz sollte am folgenden Morgen stattfinden.
Ich
verdrängte das gestrige Erlebnis mit Seto und ordnete es als nicht so wichtig
ein.
Alle
Vorbereitungen für die bevorstehende Reise
hatte ich getroffen und so konnte es losgehen. Im Raum mit der Maschine standen
bereits alle Mitglieder meines Teams als ich eintraf. Ich gab die letzten
Instruktionen: „Unser heutiges Ziel ist das alte Ägypten. Hauptziel unserer
Expedition ist es mehr über die Zeitreisen rauszufinden. Wir verhalten uns
weder in irgendeiner weise auffällig noch machen wir Feinde.“ Damit ging es
los. Mit Hilfe der Kugel kamen wir an unseren Zielort, zumindest dachten wir
das.
Dort
angekommen sahen wir uns um. „Ich kann mir nicht helfen Ayana, aber wenn das
Ägypten ist dann muss ich in der Schule nie aufgepasst haben. Es sieht hier aus
wie in Los Angeles.“ „Jessy ich fürchte damit könntest du recht haben.
Irgendwas ist schiefgegangen fragt sich nur warum.“ Ich versuchte Funkkontakt
zu unserem Stützpunkt herzustellen. Doch vergeblich. Auch mit Hilfe der
Vorrichtung zurück in unsere Zeit zu gelangen klappte nicht. So beschloss ich,
dass wir uns ein Versteck suchen sollten und unser Glück am nächsten Tag
erneut versuchten. Es war viel zu gefährlich hier einfach so herumzulaufen, wo
wir doch nicht wussten was uns überhaupt hierher verschlagen hatte.
//Wie ist das möglich es scheint wirklich Los Angeles zu
sein und dazu noch in unserer Zeit.// grübelte ich während meiner Wache. Auf
einmal bewegte sich etwas. Ich schreckte auf. Mit hochgehaltener Waffe stand ich
auf und ging in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war. Ich sah mich
um. Doch es war nichts zu sehen. Auf einmal konnte ich mein Gewehr nicht mehr
halten, es war so als ob es mir jemand entreißen würde. Ich konnte meinen
Augen kaum glauben es flog durch die Luft und blieb vor einem komisch
gekleideten alten Mann in der Luft stehen. Er hatte einen Umhang an und einen
Helm auf dem Kopf. „Sie lernen einfach nichts dazu,“ sagte er und gab dem
bei ihm stehenden jungen Mann ein Signal. Dieser schleuderte auf einmal eine
Feuerkugel auf mich. Ich konnte gerade noch ausweichen, doch landete äußerst
unsanft. //Wo
kam denn diese Feuerkugel auf einmal her// So schnell ich konnte stand ich
wieder auf und lief los. Immerhin war ich ja eine ausgebildete Soldatin und
wusste wie ich reagieren musste. Damit schien mein Verfolger nicht gerechnet zu
haben, denn ich konnte meinen Vorsprung ausbauen. Leider verlor ich ihn aus den
Augen als ich auf dem Weg zu den anderen war. Und als ich weiterlaufen wollte
bekam ich auf einmal einen Schlag von hinten und ging zu Boden. Das letzte was
ich mitbekam war, dass der ältere Mann sagte: „Pyro nimm sie mit und lass sie
nicht aus den Augen sie ist der Schlüssel für meine Pläne. Ich kümmere mich
mit Mystique um die Restlichen.“
Als
ich wieder zu mir kam war ich in einer Zelle. Die anderen waren nicht zu sehen.
Etwas benebelt setzte ich mich auf. Auf einmal ging die Tür auf. „Endlich
aufgewacht?“ Pyro kam mit etwas zu essen herein. „Warum wurde ich gefangen
genommen und wo sind die anderen?“ „Magneto hat mit dir noch einiges vor.
Die anderen leben noch.“ „Wer ist Magneto?“ „Was glaubst du denn, der
der dich entwaffnet hat.“ „Und wie hat er dass eigentlich gemacht?“ Er
grinste. „Das ist seine Mutation.“ „Bitte? Mutation? Und was ist deine?
Fremde zu entführen?“, meinte ich sarkastisch. „Nein, ich kontrolliere das
Feuer.“ „Ah ja.“ //Klar
und ich kann durch Wände gehen. So ein Blödsinn// Er öffnete die Zelle und
kam herein. „Magneto hat ein Gespür für Mutanten und bei dir ist er sich
sicher.“ „Ich bin keine Mutantin! Ich habe keine besonderen Fähigkeiten.“
„Glaubst du! Aber Magneto hat sich noch nie geirrt. Du hast irgendeine
Mutation die du nur noch nicht bemerkt hast.“
Magneto
trat ein. „Hast du dich mit unserem Gast schon angefreundet Pyro?“ „Gäste
werden hier in Zellen eingesperrt und vorher angegriffen?“ „Normalerweise
nicht aber bei dir haben wir eine Ausnahme gemacht. Du bist sehr stark doch du
nutzt deine Kräfte nicht.“ „Ich habe keine.“ „Oh doch und ich werde es
dir beweisen.“ „Er kam auch in die Zelle und hielt mir seine Hand hin.
„Gib mir die Hand.“ Ich zögerte. //Wofür soll dass denn gut sein// Schließlich
gab ich sie ihm dann doch. „Nun versuch die Gitterstäbe zu verbiegen.“
„Und wie?“ „Konzentrier dich darauf was du machen willst.“ Ich
konzentrierte mich auf das Verbiegen der Gitterstäbe und tatsächlich sie
verbogen sich. „Aber wie...“ „Mutation! Pyro fass sie an.“ Er tat es.
Ich dachte an Feuer. Und in meiner Hand entstand eine kleine Flamme. „Du
absorbierst die Mutationen anderer und kannst sie dann anwenden und das Beste
ist du behältst die Mutationen aller die du je angefasst hast.“ „Woher
wusstet ihr das wir genau dort waren?“ fragte ich auf einmal. „Wir haben
dich geholt,“ meinte Magneto. „Ach darum waren wir am Falschen Zielort.“
„Pyro zeig ihr ihr Zimmer und kümmer dich um sie,“ mit diesen Worten
verschwand Magneto wieder.
Pyro
führte mich in dem Anwesen herum in dem sich auch das Verlies befand. Auch
meine Freunde waren da und allen ging es anscheinend gut. „Nun Pyro warum hat
mich Magneto geholt.“ „Er will dich als Verbündete im Kampf gegen die
Menschen die uns Mutanten nicht so akzeptieren wie wir sind.“ „Und wenn ich
da nicht mitmachen will.“ „Magneto hat überzeugende Argumente.“ Er
deutete auf meine Freunde. //Er
wird doch nicht etwa... Ich muss mir schnell was überlegen wie ich die anderen
in Sicherheit bringen kann.// Pyro kümmerte sich rührend um mich. „Sag mal
Pyro wieso kommst du nicht mit mir in meine Zeit.“ „Ich gehöre hierher.“
„Und nichts auf der Welt könnte dich umstimmen hab ich recht?“ so zuckersüß
wie ich nur konnte versuchte ich ihn auf meine Seite zu ziehen. Ich nahm seine
Hand und sah ihm tief in die Augen. Er lächelte mich an. Da wir gerade neben
dem Pool standen schubste ich ihn rein. Er ließ mich aber nicht los und so fiel
ich auch rein. Wir tauchten beide wieder auf und lachten miteinander. Er kam mir
immer näher und ich schloss die Augen. Seine Lippen trafen meine und mir wurde
wohlig warm. Er umarmte mich. Und unser Kuss wurde immer intensiver. Bis wir auf
einmal gestört wurden durch ein räuspern. Es war Seto. //Was
will der denn jetzt// „Brauchst du was Seto?“ Er sah mich böse an. //Was
soll denn das jetzt? Ist ja nicht so dass ich mit ihm was hätte oder so//
„Wir müssen zurück in unsere Zeit.“ „Ich weiss und ich arbeite ja schon
an einer Lösung.“ „Ja das sehe ich,“ meinte er mit einem finsteren Blick.
Er verschwand wieder nach drinnen. „Ist das dein Freund,“ machte sich nun
wieder Pyro bemerkbar. „Nein, er gehört nur zu meinem Team.“ „Scheint mir
aber so als ob er mehr von dir will.“ „Ne bestimmt nicht,“ lächelte ich,
„wo waren wir doch gleich?“ Er küsste mich wieder. Außerdem nahm er mich
hoch und trug mich aus dem Wasser ins Haus. Im oberen Stock war das Zimmer in
dem ich untergebracht war. Seins schloss direkt an meins an und wenn man die
Zwischentüre nicht schloss waren unsere Zimmer gleich miteinander verbunden.
Ein großes Badezimmer gehörte zu seinem Zimmer und dorthin brachte er mich. In
der Dusche machte der die Brause an und auf uns rieselte heißes Wasser. Wir
kamen uns sehr nahe bis es an der Tür klopfte und jemand nach Pyro rief. Dieser
gab mir noch einen Kuss verlies dann die Dusche, er nahm sich ein Badetuch und
trocknete sich die Haare bevor er die Türe öffnete. Wir hatten noch unsere
nassen Sachen an. Ich nahm mir ebenfalls ein Badetuch, zog meine Kleider aus und
trocknete mich ab. Als ich aus dem Badezimmer kam schloss er gerade wieder die Türe.
„Ich muss zu Magneto. Du kannst inzwischen hier bleiben später will er dich
auch sehen.“ Ich nickte und ging an ihm vorbei in mein Zimmer. „Im Schrank
sind Anziehsachen die dir passen müssten.“ „Danke.“ Ich öffnete den
Schrank und tatsächlich waren dort Kleider in meiner Größe. Ich entschied
mich für eine kurze Hose und ein rückenfreies Shirt. Pyro hatte sich in der
Zwischenzeit schon umgezogen und kam noch einmal zu mir bevor er zu Magneto
ging. Als Pyro weg war ging ich zu den anderen. Überall waren Wachen.
Als
ich bei den anderen war berieten wir, wie wir hier wegkommen könnten. „Wir müssen
sie irgendwie ablenken. Vor allem Magneto,“ meinte ich. „Seinen Handlanger
lenkst du ja schon fleißig ab,“ sagte Seto. „Pass auf wie du mit mir redest
Seto. Außerdem geht es dich gar nichts an was ich mit Pyro mache,
verstanden.“ „So Pyro heißt er also.“ Ich versuchte ihn zu ignorieren.
Die anderen machten einen Plan. „Jessy ich muss wieder zurück.“ „Gut lass
uns wissen wenns was neues gibt Ayana.“ „Mach ich.“ So ging ich zurück.
Als ich im Zimmer ankam war dort etwas zu essen hergerichtet. Ein kleiner Zettel
lag auch auf dem Tisch. „Lass es dir schmecken Ayana. Pyro“ ich musste
grinsen. //süss// So aß ich etwas. Es schmeckte köstlich. Es war ein
anstrengender Tag gewesen. Da ich mittlerweile sehr müde war zog ich mich um
und ging ins Bett. Ich muss sofort eingeschlafen sein denn ich merkte gar nicht
wie sich jemand neben mir ins Bett legte und mich in den Arm nahm.
Am
nächsten morgen als ich erwachte lag Pyro neben mir. Sein Herz schlug meiner
Meinung nach etwas schneller als es normalerweise sollte. Auch mein Herz schlug
schneller als es sollte. Ich schloss daraus das es an Pyro lag das ich so
reagierte. Von draußen kam ein sehr lautes Geräusch. Er wachte auf und wir
beide standen auf und zogen uns in Windeseile um. Als ich zur Tür raus schaute,
rannten die ganzen Wachen von denen ich annahm das es auch Mutanten waren in die
Richtung in der Magneto war. Ein Jet landete gerade auf der riesigen Grünfläche
im Garten. //Das
ist unsere Chance// Pyro wollte mit den anderen zu Magneto laufen als er jedoch
mitbekam, dass ich den entgegengesetzten Weg einschlug folgte er mir. Seto und
die anderen hatten ihre Chance genutzt und waren auf den Gang gelaufen. Sie
hatten bereits unsere Ausrüstung geholt. Sadira gab mir das Schmuckstück mit
dessen Hilfe ich uns wieder nach Hause bringen konnte. Ich zog es an. Wir liefen
den langen Korridor entlang, dann eine Treppe hinunter und durch eine Tür nach
draußen. Dort konnten wir einen Kampf zwischen vielen Mutanten miterleben.
Leider gerieten wir auf unserer Flucht zwischen die Fronten und uns blieb nicht
anderes übrig als zu versuchen unbeschadet wegzukommen. Wir rannten so schnell
wir konnten, doch hin und wieder wurden wir fast von umherfliegenden Steinen
etc. getroffen. Etwas außerhalb des Kampfgeschehens versuchte ich einen
Zeitsturm zu lokalisieren. Da genau in diesem Moment Magneto eine metallene
Statue auf uns schleuderte um uns aufzuhalten, musste ich die neu erhaltenen Fähigkeiten
einsetzen. Die Mitglieder meines Teams die davon noch nichts wussten hielten den
Atem an. Ich stoppte die Statue in der Luft und setzte sie sanft auf den Boden
dann schoss ich noch ein paar Feuerkugeln in Magnetos Richtung damit dieser erst
einmal beschäftigt sei. Ich lokalisierte den Zeitsturm noch einmal. Das Portal
öffnete sich und mein Team ging hindurch. In einiger Entfernung stand Pyro und
beobachtete alles. „Pyro komm mit bitte.“ „Aber...“ „Bitte tus für
mich.“ Er sah noch einmal zu Magneto der ihn wütend ansah. Und dann kam er
tatsächlich mit.
to be continued...