New Beginning...

 

Kapitel 1

Mein Leben änderte sich als ich das Angebot von einer Freundin erhielt mit ihr Auszuwandern. Damals war mir noch nicht klar was das genau für mich bedeuten würde, doch es reizte mich so sehr das ich ohne groß darüber nachzudenken zustimmte. Wir würden eh nicht allein wohnen. Ihre Mutter hatte einen Japaner geheiratet und wir wollten zusammen mit ihnen und ihren neuen Geschwistern in einem recht großen Haus wohnen. Sie war in der Zwischenzeit schon einige male rüber geflogen und hatte sich ihre neue Familie schon angesehen. Das war vor ungefähr einem halben Jahr. Und heute steh ich hier am Flughafen und warte darauf das unser Flug aufgerufen wird, ohne genau zu wissen wo wir hinwollten.

„Ashley wann willst du mir denn sagen wo wir genau hinziehen?“ fragte ich sie jetzt schon zum wiederholten male. „Du weißt doch das es nach Japan geht, das muss für den Anfang genügen!“ stellte sie trocken fest. Auf einmal sprang sie auf und meinte: „Wir müssen los.“ Ich stand also auf, mein Buch in der einen Hand und meine Tasche in der anderen und folgte ihr bis wir zu einem Terminal kamen wo ganz groß Tokyo stand. Das Bording hatte bereits begonnen. Wir gingen an Bord des Flugzeugs und Ashley begann wie ein Wasserfall zu erzählen wie sehr sie sich doch freute das ich mit ihr zusammenziehen würde. Mein einziger Gedanke war ob sie wohl den ganzen Flug über reden wollte, doch zu meiner Erleichterung hörte sie bald auf zu schnattern.

Nach 16 endlosen Stunden landeten wir endlich. Wir holten uns Gepäck und gingen nach draußen. Ashleys Stiefvater wartete dort auf uns. Nachdem wir ihn begrüßt hatten fuhr er uns nach Hause. „Ach eh ich es vergesse. Du solltest etwas vorsichtig sein mein neuer Stiefbruder ist manchmal ziemlich fies. Aber da er eh fast nie zu Hause ist, sollte das gar kein Problem sein,“ grinste sie und fügte noch hinzu: „Heute werden seine Freunde zum Abendessen bleiben. Ein Chaotenhaufen kann ich nur sagen.“ „Aha,“ gab ich resigniert von mir.

Das Auto hielt abrupt an, womit ich nicht gerechnet hatte. „Wir sind da,“ meinte Ashley bevor sie aus dem Wagen sprang und ins Haus rannte. Ich stieg auch aus und ging zusammen mit ihrem Vater nach drinnen. Ihre Mutter begrüßte mich überschwänglich. Wie ich zählen konnte hatte sie jetzt 3 Geschwister. Zwei jüngere, Sakura und Katsuro, und einen älteren Bruder der allerdings gerade nicht da war. Ich folgte nachdem die Begrüßung offiziell abgeschlossen war Ashley die mir unsere Wohnung zeigen wollte. Wir gingen ein Stockwerk nach unten. Es gab eine Verbindungstür zu den oberen Stockwerken. Außerdem hatten wir einen separaten Eingang und da das Haus an einem Hang gebaut worden war, hatten wir eine wunderschöne Aussicht. Ein Teil meiner Einrichtung war auch schon aufgestellt, der Rest würde in den nächsten Wochen geliefert werden. Neugierig sah ich mir jedes Zimmer an, bis auf einmal Lärm von oben zu hören war. „Was ist das?“ fragte ich. „Mein Bruder und seine Freunde. Lass uns nach oben gehen aber sei vorsichtig bei ihm,“ sagte sie genervt. So gingen wir nach oben.

Zuerst wurden wir gar nicht bemerkt da die fünf jungen Männer dabei waren irgendwas durch die Gegend zu werfen und sich gegenseitig abzuschießen. Doch auf einmal erstarrte einer der fünf, er hatte blond gefärbte Haare, war recht klein und hatte anscheinend gerade einen Geist gesehen so sah zumindest sein Gesichtsausdruck aus. Die anderen sahen sofort in die Richtung in die auch der Blonde sah. Ashley drehte sich zu mir um und meinte: „Es muss an dir liegen, bei mir werden die nie so handzahm.“ „Mir egal,“ damit verließ ich das Wohnzimmer und ging in die Küche. Da blieb ich allerdings nicht lange allein, denn alle folgten mir.

Ashleys Mutter, Sarah kam auch wieder in die Küche und bat uns den Tisch zu decken damit sie das Essen servieren könnte. Aus einem unerfindlichen Grund fühlte ich mich von da an beobachtet. „Du Ashley, welcher von denen ist denn nun dein Bruder?“ wollte ich wissen. „Der mit der Nasenbinde.“ Ich sah sie nur an. „Frag nicht, das muss so ein Männerding sein.“ Als sie diesen Satz beendet hatte fingen wir beide an zu lachen.

“Setzt euch es kann gegessen werden,“ meldete sich Sarah zu Wort. Geschickterweise hatte ich es geschafft neben Sakura und Katsuro platz zu nehmen und die Chaotenbande von mir fern zu halten, nicht das ich was gegen die fünf hätte aber ich brauchte dringend schlaf und ruhe. So aßen wir.

Als wir fertig waren und den Tisch abgeräumt hatte, legte auf einmal jemand seinen Arm um meine Schulter und zog mich mit ins Wohnzimmer. Er stellte sich mir als Aoi vor und fing prompt an mich mit fragen zu bombardieren. Eh ich mich versah hatte sich allerdings Ashley Stiefbruder zwischen mich und Aoi gequetscht. Er machte einen auf Macho und total cooler Typ. „Du darfst mich Reita nennen, Süße!“ „Welche Ehre. Wie nennen dich denn die anderen?“ es ging mir so auf den Keks wenn einer so kam. Als sein Vater ihn rief ließ er mich allein zurück. „Endlich!“ Ich wollte gerade leise nach unten verschwinden als der kleine Blonde mein Handgelenk festhielt. „Du willst doch jetzt nicht schon gehen, oder?“ Er hatte einen Hundeblick aufgesetzt dem man nur schwer entgehen konnte. „Ich bin übrigens Ruki.“ „Ich heiße Ivi,“ gab ich zurück. „Hast du schon was von Tokyo gesehen?“ „Nein wir sind erst vor zwei Stunden gelandet und dann gleich hergefa...“ weiter kam ich nicht. „Wenn du willst zeig ich dir und Ashley die Stadt,“ bot er niedlich lächelnd an. „Nicht nötig Ruki das mach ich schon,“ mischte sich Reita ein. „Ach echt?“ fragte ich verwundert. „Klar für meine neue Schwester und ihre Freundin mach ich das doch gern.“ „Will der Rest von euch auch mitkommen?“ fragte ich bewusst so laut das alle es hören konnten. Reita zog ein verärgertes Gesicht als alle zustimmten mitzugehen. Ruki hingegen grinste. Ashley kam aus der Küche direkt auf mich zu. „Wollen wir heute noch ausgehen?“ „Jetzt?“ „Klar!“ „Von mir aus, gibt mir 15 Minuten.“ Ich konnte während ich runter ging hören wie sich die Herren darüber lustig machten das ich gesagt hatte das ich nur 15 Minuten brauchen würde. Sie waren erstaunt als ich tatsächlich nach 15 Minuten gestylt und umgezogen wieder da war. Ashley brauchte etwas länger um ihren Style hinzukriegen. Ich hatte die Hoffnung das wir allein weggehen könnten, doch davon hielten Reita und Co. nicht viel. Ashleys Begeisterung sank ebenfalls als alle fünf mitkamen.

Wir gingen in einen Club und bevor die Jungs etwas sagen konnten waren Ashley und ich auf der Tanzfläche. Wir hatten unseren Spaß, schon bald tanzten wir mit ein paar süßen Typen. Doch nicht lange, Ruki und Reita kamen auf die Tanzfläche und vergraulten die anderen. Ruki konnte ganz gut tanzen aber Reita war viel zu steif. Wir erbarmten uns und halfen ihm etwas auf die Sprünge. Nach einiger Zeit verließen wir gemeinsam die Tanzfläche und gingen zu den anderen. Aoi machte sich über Reita lustig. „Er muss halt etwas üben,“ stellten Ashley und ich gleichzeitig fest. So saßen wir alle bis ca. halb eins da, redeten, tranken und hatten sichtlich Spaß.

Wir entschlossen uns zu gehen und während Reita und Ruki noch etwas machen wollten, teilten die anderen drei mit das sie nach Hause gehen würden. So trennten wir uns. Ruki hatte die Idee noch etwas im Park spazieren zu gehen. Das taten wir dann auch. Doch Reita schwankte schon ganz schön. „Hatte wohl etwas zu viel der Gute,“ grinste ich Ashley an. Sie wendete ihre Aufmerksamkeit Ruki zu und er schien sich sehr für sie zu interessieren, denn die beiden redeten ein Ewigkeit über Klamotten und andere Themen die mich völlig kalt ließen. Sie merkten auch gar nicht das Reita einfach nicht mehr konnte. Er setzte sich auf eine Bank und ich blieb bei ihm. Bald war von den beiden nichts mehr zu sehen.



 to be continued ...